Was wir umsetzen wollen, bevor wir Eltern werden

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Nein – Lisa und ich erwarten kein Kind. Aber wir sind eherreflektiert und planen gerne im Voraus. Deshalb haben wir uns kürzlichüberlegt, was wir umsetzen wollen, bevor wir eine Familie werden.Obwohl wir nicht geplant haben, in naher Zukunft Kinder zubekommen.

Wir erleben viele Familien und hören Geschichten aus dem Alltaganderer. Das führt dazu, dass wir uns viele Fragen stellen: Wie wollenwir die Hausarbeit aufteilen? Wie gehen wir mit gemeinsamen Terminenum – oder den Terminen der Kinder? Welche Verhaltensweisen wollen wirunseren Kindern vorleben? Wie können wir erreichen, dass nicht nureine von uns die Hauptrolle in der Erziehung spielt?

Dabei handelt es sich teils um Gewohnheiten, die wir heuteals Paar einüben können. Damit wir uns an die größereUmstellung gewöhnen können und weniger Kleinigkeiten drumherumbeachten müssen.

Mich betreffen die Themen Einkaufen und Kochen. Beide Tätigkeitenmag ich nicht besonders. Aber wenn ich später 50% derFamilien-Unternehmung übernehmen möchte, dann sollte ich auch damitzurecht kommen. Besonders in den ersten Tagen und Wochen nach derGeburt könnte ich mir vorstellen, dass ich diese beiden Aufgabenkomplett übernehme. Es wird für mich eine entspanntere Umstellung,wenn ich nicht erst dann damit beginne. Insbesondere wird vermutlichauch für Lisa diese Umstellung dann entspannter.

An organisatorischer Stelle wird es für Lisa eine Veränderunggeben. Wir halten einen digitalen, geteilten Kalender für enormhilfreich. In unserer aktuellen Phase reicht es, wenn wir uns amWochenende eine halbe Stunde Zeit nehmen, um gemeinsam einen Blick aufdie kommende Woche zu werfen. Sobald wir mehr Termine planen müssen,die die Zeit des anderen betreffen, reicht (mir) diese Absprache nichtmehr.

Nachgedacht haben wir auch darüber, wie wir unseren Glauben imAlltag leben und vertiefen. Was können unsere Kinder an unsbeobachten? Sind wir über unseren geistlichen Zustand im Gespräch?Beten wir vor wichtigen Gesprächen? Ermutigen wir uns gegenseitig, inunserem Christ-sein Schritte zu gehen? Zumindest gelegentlich; da gehtmehr.

Lisa hatte dazu eine tolle Idee: In den nächsten Monatenwerden wir eine „Ehe-Bibel“ benutzen. Wir lesen unseretäglichen Texte nicht mehr jeder in seinem eigenen Buch. Stattdessenverwenden wir eine gemeinsame Bibel. Nach einiger Zeit, werden wirüber die Notizen und Markierungen des anderen stolpern. Wir werdenbemerken, was den anderen in Gottes Wort bewegt und können uns darüberaustauschen. Soweit der Traum; ich bin auf die Auswirkungen dieserIdee gespannt.

Mir fallen weitere Bereiche ein, über die wir noch sprechenkönnten: Ehrenamt, Work-Life-Balance, Ernährung et cetera. Den Anfanghaben wir gemacht. Jetzt gehen wir die ersten Schritte und schauendann auf weitere Bereiche.

Wenn du mich triffst – oder mir schreibst – und hierüber redenmöchtest: Was denkst du über die Idee, sich ohne konkreten Anlass aufdiese Zeit vorzubereiten? Gibt es Themen, die du uns in dieserHinsicht empfehlen möchtest?

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