Moin, ich bin Micha!

Micha im Portrait

Ich studiere Theologie, habe einen Informatik-Background und lebe in Hamburg.

📚 Gelesen: Kinder entdecken Jesus im Evangelium von Jack Klumpenhower

6. MĂ€rz 2026 / Microblog Permalink

Mit diesem Buch hatte ich gelegentlich ein wenig Schwierigkeiten. Das lag jedoch nicht am Inhalt. Der Titel ist gut gewĂ€hlt: Es geht in dem Buch darum, Kindern die gute Nachricht (das Evangelium) von Jesus zu vermitteln. Das ist das Ziel fĂŒr die Kinder-Programme in Gemeinden. Wie das gehen kann, berichtet er in vielen Beispielen. Immer wieder empfiehlt er Methoden und Material. Er wird sehr praktisch fĂŒr Mitarbeitende in Kindergruppen, aber auch fĂŒr Eltern. Ich konnte dem Buch mehrere gute Impulse entnehmen und kann mir gut vorstellen, dass ich manche Anregungen davon irgendwann in meinen Dienst integrieren werden.

Schwierigkeiten machte mir die amerikanische Kirchenkultur, sowie der Schreibstil. Schon im Untertitel ist von „Sonntagsschule“ die Rede – mir fehlt das mentale Bild dafĂŒr, wie die Gruppen in der Praxis aussehen. Einige Beispiele und Themen klingen sehr „amerikanisch christlich“. Deswegen sind die nicht falsch (oder richtig), aber eben ungewohnt fĂŒr mich. (Ein Teil von mir ist ĂŒberrascht davon, denn ich lese immer wieder amerikanische Theologen.) Außerdem liest sich das Buch ein wenig wie die Memoiren von Jack Klumpenhower. Fast in jedem Kapitel ist eine Szene aus seinem Leben Auslöser fĂŒr die inhaltliche Besprechung. Teilweise kam mir der Text unnötig ausschweifend vor. Daher war das Lesen manchmal etwas zĂ€h.

Wenn man sich auf diese beiden Punkte einlassen kann und will, dann lohnt sich das Buch sehr. Gerade in seiner Vehemenz, dass die Geschichten aus dem Alten (und Neuen) Testament Kindern nicht als Moral-Geschichten gelehrt werden sollen. Es geht immer um Jesus und was er gutes fĂŒr jeden von uns getan hat, als er lebte, starb, begraben wurde und vom Tod auferstand.

📚 Gelesen: Predigen mit Gott im Zentrum von Michael Reeves

5. MĂ€rz 2026 / Microblog Permalink

Das Buch ist in gewisser Weise wie eine Sammlung von Essays zum Thema Predigen. Durchaus lesenswert. Zwischendurch fehlte mir jedoch etwas der rote Faden, durch das gesamte Buch.

Es enthĂ€lt viele gute Impulse, die ich schon an einigen anderen Stellen gehört oder gelesen habe. Insofern bietet es aber eine gute Zusammenstellung. Es ist kein praktisches Lehrbuch ĂŒber Predigt Vorbereitung oder die Predigt im Gottesdienst. Stattdessen zielt es mehr auf die grundsĂ€tzliche Einstellung des Predigenden gegenĂŒber der Predigt.

Bemerkenswert fand ich die Vorstellung von Gott als den ersten Prediger. HĂ€tte er nicht seine Botschaft verkĂŒndet, dann könnten wir nichts davon wissen und es gĂ€be nichts, was gepredigt werden könnte. Auch den letzten Impuls, dass wir predigen sollen wie Jesus finde ich beachtenswert. Er macht dies an zwei Eigenschaften fest: Gott lieben und Menschen lieben (auch sehr konkret die Gemeinde, zu der wir predigen).

📚 Gelesen: Er ist wieder da von Timur Vermes

3. MĂ€rz 2026 / Microblog Permalink

Adolf Hitler erwacht 2011 Mitten in Berlin und bekommt, weil er als Satiriker verstanden wird, einen Platz in einer Fernseh-Sendung. Dort beginnt er sein neues öffentliches Wirken.

„Er ist wieder da“ hatte ich schon vor Jahren gelesen und das geniale Hörbuch auf einer langen Autofahrt gehört. Auch heute ist das Buch noch unterhaltsam und erschreckend. Ich frage mich dennoch, wie es wohl heute – nach 13 Jahren AfD – aussehen wĂŒrde.

Predigt Post-Mortem: „Ein gemeinsames Ziel“

11. Februar 2026 / Blog Permalink

Am Sonntag habe ich ĂŒber 1. Korinther 1,10 gepredigt. Der Text-Abschnitt und ein grober Leitgedanke waren durch unser aktuelles Bibelprojekt bereits vorgeschlagen.

Ich rufe euch, meine BrĂŒder und Schwestern, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus dazu auf, dass ihr alle entschlossen zusammenhaltet und euch nicht auseinanderreißen lasst, sondern dass ihr zusammengefĂŒgt seid in derselben Überzeugung und demselben Ziel. (1. Korinther 1,10)

weiterlesen

11. Februar 2026 / Microblog Permalink

Als ich meine Tochter heute morgen bei der Kita verabschiedet habe, rief sie mir noch hinterher: „Sag GrĂŒĂŸe am Computer!“ Die letzten Male, als ich GrĂŒĂŸe ausrichten sollte, hat sie am Abend Rechenschaft von mir gefordert, ob ich die GrĂŒĂŸe wirklich ausgerichtet habe. Da will ich nicht (wieder) „Nein“ sagen mĂŒssen
 Also, liebe GrĂŒĂŸe!

📚 Gelesen: Gottes Herrlichkeit verĂ€ndert unser Land von Christoph HĂ€selbarth

28. Januar 2026 / Microblog Permalink

Dieses kleine BĂŒchlein von 2007 kann ich theologisch nicht empfehlen. Ich las es, weil es fĂŒr mich verdĂ€chtig nach den VorlĂ€ufern von christlichem Patriotismus aussah. Das hat sich in gewisser Weise bestĂ€tigt.

Das Buch ist weit entfernt von (pseudo-christlicher) AfD-Rhetorik. Dennoch hat HĂ€selbarth die Hoffnung, dass „Deutschland wieder zu einem Vaterland wird“. Dies soll dadurch gelingen, dass sich „geistliche VĂ€ter und MĂŒtter des Landes“ versammeln und sie gemeinsam die Schuld von ihren StĂ€dten beten und Gottes Rettungsplan fĂŒr das Land in Existenz beten.

Viele Konzepte des Buches halte ich fĂŒr Ă€ußerst fragwĂŒrdig. Unter anderem dieser „Rettungsplan fĂŒr unser Land“. Ja, ich glaube, dass Gott einen Rettungsplan hat. Doch der gilt allen Menschen und ist durch das Leben, Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus offenbar geworden. Ich begreife nicht, woher die Idee kommt, dass Gott einen Rettungsplan fĂŒr unser Land haben soll. Die Bibel spricht an keiner Stelle davon, dass Gott Deutschland auserwĂ€hlt hat, um eine heilige, christliche Nation zu bilden.

Ich finde das Buch inhaltlich grĂ¶ĂŸtenteils schrĂ€g und denke nicht, dass sich Christen daran orientieren sollten. Allerdings hat es mir geholfen, etwas ĂŒber christlich gefĂ€rbten Patriotismus zu lernen. In diesem Buch wirkt es noch eher unproblematisch. Doch wenn daraus „christlicher“ Nationalismus entsteht, wird es gruselig.