Blog

  • Saubere Kleidung

    Tante Jay hat vor ein paar Wochen einen Artikel geschrieben, in dem sie dazu aufruft Kleidung zu kaufen, deren Näher besser bezahlt wer­den, als diejenigen, die eine Jeans für 20 Euro produzieren müssen. Klar diese Kleidung kostet mehr, aber das lohnt sich.

    Mir ist das Modelabel [eyd] (früher: GLIMPSE Clothing) wichtig geworden, die von sich behaupten, dass sie ihre Näherinnen in Indien fair bezahlen. Das Konzept von GLIMPSE ist genial. Ehemalige Zwangsprostituierte werden zu Näherinnen ausgebildet, damit sie sich selbst versorgen können und sich nicht mehr prostituieren müssen. Die Geschichten der einzelnen Näherinnen kann man auf der Web­site des Labels nachlesen.

    „GLIMPSE Clothing“ wurde nach ein paar Jahren als „[eyd]“ neu gegründet. Inzwischen ist leider auch „[eyd]“ nicht mehr aktiv.

    In ihrer Ausbildung lernen sie übrigens nicht nur das Nähen von Kleidung, sondern auch andere wichtige Dinge, wie Englisch und Grundlagen in der Mathematik. In einem Video erzählt eine Leiterin vor Ort, dass den Frauen auch allgemeine Dinge beigebracht werden.

    GLIMPSE Clothing sammelt Spenden, um die Kosten für die Miete, den Unterricht für die Näherinnen und mehr bezahlen zu können, weil sie mit der Kleidung noch nicht genug erwirtschaften, um alles be­gleichen zu können.

    Wer gerade ein gutes Projekt zum Unterstützen sucht: GLIMPSE Clothing wäre ein Vorschlag.

  • Keeping Track of my Life

    Seit einiger Zeit (genauer gesagt seit dem 8. April) versuche ich einenÜberblick über die vorüberziehenden Tage zu erhalten. In unregelmäßigenAbständen mache ich mir Notizen, was an dem Tag so passiert ist. Mankönnte sagen, dass ich ein Tagebuch schreibe, aber das hört sich nichtganz so modern an :).

    Ich verwende jedoch Papier und lege nicht nochmehr Daten digital ab. Da ich mit dem „Liebes Tagebuch, heute habe ich…“ Format nicht viel anfangen kann, verwende ich das BulletJournalSystem für dieses Tagebuch.

    Die Herausforderung für die nächsten 30 Tage ist nicht, dass BulletJournal anzulegen, sondern es regelmäßig täglich zu benutzen. Bisherist es meistens so, dass ich es zwei bis vier Tage lang aktiv nutze undes dann zwei Wochen nur noch als Ballast im Rucksack liegt, bis ich michwieder eine halbe oder ganze Stunde hinsetze um Termine, Aufgaben undNotizen nachzutragen.

    Dieser „Workflow“ ist nicht sonderlich produktiv. Die Heraus­for­der­ungfür diesen August ist, mir jeden Tag bewusst 15 Minuten Zeit zu nehmenum den Tag zu verarbeiten. Das bisschen Zeit sollte drin sein.

    Zusätzlich wird es eine weitere kleine Aufgabe zu meinem Bullet Journalgeben. Begonnen habe ich im April mit einem stinkendem aber dafürwasserfestem Notizbuch. Die Verbreitung des sonder­baren Geruches istkein Problem; aber es ist relativ klein, was das Eintragen neuer Punkteetwas ungemütlich macht. Ende Juni beschloss ich auf ein etwas größeresNotizbuch umzu­steigen. Diese Migration möchte ich im Laufe dieser 30Days nun endlich abschließen. (Nachtrag vom 2014-12-31: Vor zweiTagen habe ich diese Übertragung endlich abgeschlossen.)

  • Ein neuer Abschnitt

    Geschafft. Knapp drei Jahre lang habe ich meine Ausbildung gemacht.Heute habe ich zum ersten Mal eine Firma verlassen, bei der ich mich –dank sehr netter Kollegen – ziemlich wohl gefühlt habe. Nachdem dieserLebensabschnitt beendet ist, werde ich etwas Neues beginnnen, dass ichschon lange einmal machen wollte: 30 days challenges.

    Kennen gelernt habe ich diese Herausforderungen von dem ehemaligen Headof Google’s Webspam Team, Matt Cutts. Dieser fordert sich seit einigerZeit für 30 Tage heraus etwas zu tun, dass er noch nie gemacht oder nochnie ausdauernd gemacht hat. Darüber schreibt er in unregelmäßigAbständen in seinem Blog und hat einmal einen TED Vortraggehalten, der mir sehr gefallen hat.

    Morgen werde ich anfangen. Zumindest für die ersten 60 Tage habe ichschon Herausforderungen. Dann werde ich weiter schauen. Vorschläge nehmeich gerne an.

  • Gute Nacht. – Gute Besserung!

    Unglaublich. Da verabschiede ich mich gestern Abend mit einem »Gute Nacht« ins Bett und welche Antwort bekomme ich von meiner Mama? »Gute Besserung«.

    „Besserung?“ Eigentlich wollte ich mich schlafen legen – mich erholen, regenerieren. Mich komplett von meiner Umwelt abkapseln und ganz für mich alleine sein. Ohne Stress, ohne Anforderungen. Jedoch – muss ich zugeben – sind dies unglaublich lächerliche Wünsche.

    In unserer heutigen Leistungsgesellschaft ist so etwas wie Entspannung, Ruhe oder Schlafen pure Zeitverschwendung. Die bisher ungenutzen sechs bis acht Stunden Schlaf pro Tag bergen ein enormes Potential. Man muss es nur nutzen.

    Beispielsweise kann man sich im Schlaf viele Hörbücher anhören. Die Zeit, die vorher am Tage für das Lesen von Büchern verloren ging, könnte so prima gespart werden. Fortgeschrittenen „Schlaf-Hörern“ sind vorgelesene Wikipedia Artikel oder Lexika zu empfehlen. Für uns Christen gibt es die Bibel als Hörbuch. Da kann man selbst lange Namenslisten in sich aufnehmen.

    Bindet man sich abends bevor man ins Bett geht ein paar Gewichte an einzelne Gliedmaßen können diese quasi über Nacht trainiert werden. Das zeitaufwändige Training am Tag kann man sich damit sparen. Durch die sechs bis acht Stunden Training wäre ein Erfolg zudem viel wahrscheinlicher und würde schneller eintreten.

    Hören wir auf unsere Zeit mit Schlaf zu vergeuden. Wir haben nur 24 Stunden am Tag, die sollten wir besser verwerten. Das sind natürlich nur ein paar anfängliche Ideen. Wer weitere hat, darf sie mir gerne mitteilen.

  • Goodbye, Twitter

    Lange gab es nichts neues, weder hier noch auf Twitter. Fast zwei Wochen war ich jetzt nicht bei Twitter und irgendwie vermisse ich es gar nicht. Ich fühle mich eher ein bisschen weniger unter Druck dort regelmäßig alles lesen zu müssen, um nichts zu verpassen.

    Wenn ich von jemandem immer das Neueste erfahren will, finde ich schon einen Weg. Zum Beispiel über einen RSS-Feed. Auch wenn ich einige Seiten regelmäßig aufrufen muss um zu sehen, ob sich etwas änderte, braucht das weniger Zeit als mehrmals täglich die Twitter Timeline zu checken.

    Jetzt warte ich erstmal, bis mir ein Link zu meinem Twitter Archiv gesendet wurde und dann lösche ich den Account. Und um noch ein bisschen Ironie ins Spiel zu bringen, werde ich diesen Beitrag bei Google+ teilen. Sinnlose Aktionen können so herrlich sein :).

  • Die Lüge über St. Martin

    Hoppla. Ich hatte bisher gar nicht mitbekommen, dass es um das St. Martin Fest so eine große Empörung gibt. Das kam zufällig mal im Radio und ich hielt das für eine nette kleine Anekdote.

    Das einzige was ich davon auch gehört hatte war, dass ein Politiker der Linkspartei forderte das Fest in »Sonne-Mond-und-Sterne-Fest« umzubenennen. Oh und die Äußerung des Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime bekam ich auch mit. Jener sagte, dass er das St. Martin Fest eigentlich gut findet und er es als Kind selbst auch gerne mitgemacht hat.

    Aber vermutlich gibt es wieder Leute, die den Muslimen die Schuld in die Schuhe schieben. Hauptsache sie können sich wegen irgend etwas beschweren und können vor der Abschaffung Deutschlands warnen. Zumindest weist dieser Artikel darauf hin, dass die Medien falsch berichteten und die Deutschen hetzten oder immer noch hetzen.

    Update: Inzwischen hat sich auch der Bildblog des Themas angenommen.

  • NSA Skandal beendet

    Ich glaube Pofalla hatte gar nicht so unrecht, als er die NSA Affäre für beendet erklärte – leider. Inzwischen scheint der Skandal niemand mehr zu interessieren. In Zeitungen finden sich eher Nachrichten über die Große Koalition und über ein Fußballtor, das nicht mehr alle Knotem im Netz hat.

    Mal vergleichen wie die Öffentlichkeit hinter Christian Wulff oder Wie-hieß-er-noch zu Guttenberg her war. Zumindest in meiner Erinnerung war da hier in Deutschland mehr los (oder lag das nur an der Bild?). Inzwischen ist das auch in eher dunkle Erinnerung gerutscht.

    Hoffentlich passiert das mit dem NSA Skandal nicht. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung, wenn nicht langsam mal mehr Leute aufwachen. Nur wie weckt man Leute aus dem Winterschlaf aus in dem sie bleiben wollen?

  • Ein typischer Jugendpastor?

    Gestern gab es in meiner Gemeinde einen Gottesdienst für junge Erwachsene, mit einem – meiner Meinung nach – ziemlich typischen Jugendprediger. Was einen typischen Jugendprediger für mich ausmacht schreibe ich im folgenden.

    Erstmals ist er natürlich sehr locker, hat hier und da mal vergessen etwas aufzuschreiben und ist selbstironisch und -kritisch. Seine Witzeleien zwingen mir hin und wieder ein Grinsen und vereinzelt ein Lacher auf das Gesicht. Er wirkt ein bisschen wie ein Antiheld, der sich selbst immer etwas lächerlich darstellt; hauptsache man kann sich mit ihm identifizieren.

    Das sind aber nur die oberflächlichen Dinge. Bei vielen geht es in der Predigt um Menschen, die Jesus nicht mehr richtig nachfolgen, die Halbgläubige sind. Es ist so wichtig, dass wir Jesus richtig nachfolgen, unsere Träume und Wünsche auf- beziehungsweise Jesus hingeben und uns selbst nicht mehr wichtig nehmen.

    Irgendwie gefällt mir das Bild, das ich in solchen Veranstaltungen von Jesus bekomme, nicht. Als würde er sich mit Vorliebe das nehmen, was uns gefällt oder wir uns wünschen. Vermutlich kann man mir jetzt vorwerfen, dass ich die Botschaft nicht ganz verstanden habe und Jesus nicht richtig angenommen habe, sondern Jesus für mich ein Weichspül-Jesus ist.

    Ich werde aber immer etwas nachdenklich, wenn der Jugendpastor nach der Predigt sagt, dass er jetzt einen Aufruf machen wird, damit sich jeder der will entschließen kann Jesus nachzufolgen. Das ganze natürlich ohne Druck! Er betont nur vorher (und während der ganzen Predigt verteilt) nochmal, wie unglaublich wichtig es doch ist, dass man sich ganz für Jesus entscheidet; es ist für das gesamte Umfeld soo wichtig, dass Jugendliche Jesus so nachfolgen, wie er es erzählt. Eigenltich gibt es für die gesamte Stadt – achwas – für die ganze Welt nichts wichtigeres, als wenn sich die 60 Anwesenden Jugendliche ganz in die Nachfolge Jesu begeben.

    Aber er macht das zum Glück ohne Druck und überhaupt nicht manipulativ.

    Ich meine das nicht wertend, es ist nur eine Beobachtung, die ich bei mehreren Jugendpredigern gemacht habe.

  • Bundestagswahl 2013

    Die Wahl ist vorbei und ausgewertet, die Piraten sind enttäuscht, die AfD ist glücklich und die FDP erstmals nicht im Bundestag vertreten.

    Ich persönlich bin froh, dass die Grünen nicht sonderlich gut abgeschnitten haben. Und das die CDU weiterhin die stärkste Partei im Bundestag ist, finde ich auch nicht schlecht. Allerdings finde ich es beängstigend, dass das Ergebnis der CDU so gut ist.

    Gerade wenn es um den Schutz der Privatsphäre geht, ist man – meiner Einschätzung nach – mit der CDU nicht so gut dran. Das hat sie im Laufe des NSA-Skandals auch mehrmals bewiesen. Da hätte ich mir eine Partei wie die Piraten gewünscht, die den Bundestag ein bisschen aufmischt.

    Am traurigsten finde ich aber, dass nur vier der 30 angetreten Parteien die 5%-Hürde geknackt haben. Dem Bundestag hätte es sicherlich gut getan, wenn auch kleinere Parteien genug Stimmen bekommen hätten und nicht immer die gleichen Parteien die Sitze belegen.

    Aber was soll man machen. Vielleicht schaffen es in der nächsten Bundestagswahl mehrere kleine Parteien die Hürde zu knacken. Bis dahin kann man als einfacher Bürger politsch nicht mehr viel bewirken.

  • Sexistische Werbung von Gillette

    Das AXE ziemlich sexistische (und bescheuerte) Werbung macht, ist schon länger bekannt. Kürzlich ist mir auf YouTube eine Werbung von Gillette unter die Finger bekommen bei der ich dachte, dass jetzt ein Porno beworben wird.

    Am Anfang sieht man ein “Topmodel”, dass sich räkelt und sich langsam das Top auszieht. Begleitet wird dies von Stöhnlauten. Das geht (Vorischt: “Gedankenprotokol”) ungefähr eine halbe Minute lang so. Danach wird auf einen Mann geschnitten, der sich rasiert.

    Allein auf die Idee zu kommen, solch eine Werbung für einen Männerrasierer zu machen finde ich äßerst pervers. Was sagt diese Werbung denn aus? “Kaufe diesen Rasierer. Wenn du dich damit rasierst werden die Frauen in deiner Nähe anfangen sich auszuziehen.”

    Und das ist auch wahr. Denn wie alle wissen lieben es Frauen wenn sich Männer rasieren. Sie können es gar nicht abwarten schnellst möglich wieder einen Mann beim Rasieren zu beobachten. Blöd ist nur, dass sie immer den Drang bekommen sich dabei auszuziehen. Das habe ich schon so oft gehört (Quelle: Internet).