đ Gelesen: Gottes Herrlichkeit verĂ€ndert unser Land von Christoph HĂ€selbarth
Dieses kleine BĂŒchlein von 2007 kann ich theologisch nicht empfehlen. Ich las es, weil es fĂŒr mich verdĂ€chtig nach den VorlĂ€ufern von christlichem Patriotismus aussah. Das hat sich in gewisser Weise bestĂ€tigt.
Das Buch ist weit entfernt von (pseudo-christlicher) AfD-Rhetorik. Dennoch hat HĂ€selbarth die Hoffnung, dass âDeutschland wieder zu einem Vaterland wirdâ. Dies soll dadurch gelingen, dass sich âgeistliche VĂ€ter und MĂŒtter des Landesâ versammeln und sie gemeinsam die Schuld von ihren StĂ€dten beten und Gottes Rettungsplan fĂŒr das Land in Existenz beten.
Viele Konzepte des Buches halte ich fĂŒr Ă€uĂerst fragwĂŒrdig. Unter anderem dieser âRettungsplan fĂŒr unser Landâ. Ja, ich glaube, dass Gott einen Rettungsplan hat. Doch der gilt allen Menschen und ist durch das Leben, Sterben und die Auferstehung von Jesus Christus offenbar geworden. Ich begreife nicht, woher die Idee kommt, dass Gott einen Rettungsplan fĂŒr unser Land haben soll. Die Bibel spricht an keiner Stelle davon, dass Gott Deutschland auserwĂ€hlt hat, um eine heilige, christliche Nation zu bilden.
Ich finde das Buch inhaltlich gröĂtenteils schrĂ€g und denke nicht, dass sich Christen daran orientieren sollten. Allerdings hat es mir geholfen, etwas ĂŒber christlich gefĂ€rbten Patriotismus zu lernen. In diesem Buch wirkt es noch eher unproblematisch. Doch wenn daraus âchristlicherâ Nationalismus entsteht, wird es gruselig.