Das Manuskript ist nicht das Ergebnis der Predigt-Vorbereitung

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Die Aufgabe des Predigenden ist:

Simply enjoying the Bible in front of others.

—Ian Simkins (bei Instagram)

Dieser sicherlich unvollständigen Definition kann ich einiges abgewinnen. Deswegen bin ich der Ansicht: eine KI kann keine Predigt schreiben, denn der Text ist nicht das Ergebnis der Predigt-Vorbereitung.

Stattdessen dient die Predigt-Vorbereitung dazu, einen Bibeltext zu erkunden. Schönheit daran zu erkennen. Freude an dem Bibeltext zu erlangen. Hoffnung darin zu entdecken. Die gute Botschaft über Jesus und das Reich Gottes freizulegen. Damit die predigende Person die Bibel vor anderen genießen und sich darüber freuen kann.

Wer nun ein Large Language Model verwendet, um eine Predigt schreiben zu lassen, dem fehlt persönliche Betroffenheit durch die eigene Auseinandersetzung mit der Bibel. Diese halte ich für notwendig, um sich vor anderen über die Bibel freuen zu können.

Dazu kommt, dass die meisten Predigten vor Menschen gehalten werden, die man als Predigender kennt. Ich möchte doch, dass bei meiner Predigt die Freude auf meine Gemeinde überschwappt. Es nützt niemandem etwas, wenn nur ich mich über einen Bibeltext freue und andere dabei zusehen. Die Hörenden sollen sich ebenfalls freuen können.

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