Links über das Schreiben und das soziale Web
12. Januar 2026
Schreiben ist eine sinnvolle Tätigkeit für jeden, der Denken (lernen) möchte. Blogs und persönliche Websites sind ein guter Ort, um eigene Texte zu sammeln und zu veröffentlichen. Außerdem sind diese persönlichen Websites die Hoffnung für das soziale Internet. In diesem Post habe ich einige Artikel anderer Leute zu diesen Meinungen gesammelt, die ich in den letzten Wochen gelesen und nicht einfach aus meinen Tabs löschen wollte.
Über das Schreiben
Du solltest jeden Tag schreiben, selbst wenn du kein Autor bist. Denn: Schreiben ist Denken, so in etwa schreibt Joan Westenberg. Ich glaube, das stimmt. Es macht einen Unterschied, die eigenen Gedanken „nur zu denken“ oder sie aufzuschreiben. Durch das Schreiben wird sichtbarer, was ich denke und wie die Logik in meinen Gedanken ist. Darum formuliert Joan folgenden Satz wunderbar:
Writing every day is less about becoming someone who writes, and more about becoming someone who thinks.
Joan Westenberg empfiehlt zu Produktivität, sich nicht auf eine Methode festzulegen. Getting Things Done, Bullet Journal, Pomodorro, Kanban etc. Alles davon und mehr hab ich schon kürzer oder länger probiert. Für ein einzelnes System konnte ich mich nie endgültig entscheiden. Daher finde ich seinen Ansatz clever und sinnvoll: verwende keine Methode und jede Methode. Zusammen mit dem „jeden Tag schreiben“ Tipp bedeutet das für mich auch, dass ich zufrieden sein möchte, wenn ich irgendwas irgendwo geschrieben habe. Es muss nicht jeden Tag ein Blogpost sein oder jeden Tag in meinem Leuchtturm-Notizbuch, das Medium ist nicht so wichtig wie die Tätigkeit.
Geschichten schreibe ich eigentlich nie, vielleicht höchstens als Teil einer Predigt. Dennoch fand ich die 22 Regeln über das Storytelling von Pixar sehr lesenswert. Und Chase McCoy hat diese Regeln auf das allgemeine Schreiben angewendet.
Über das soziale Internet
Ich bemerke immer wieder dabei, dass mich „das Internet“ fasziniert und begeistert. Riesiges Potenzial. Nützlich, unterhaltsam, persönlich. Leider sind diese Eigenchaften auf modernen, globalen Platformen verkümmert. Doch es gibt eine Lösung für dieses Problem: Persönliche Websites. Das argumentiert Henry Desroches in einem wunderbar gestalteten Online-Essay. Gut zu lesen und ein Augenschmaus.
Wichtiger Teil für das soziale Internet bestehend aus persönlichen Websites ist RSS. RSS ist ein wichtiges, sehr grundlegendes Web-Protokoll um Neuigkeiten von Websites auszutauschen. Selbst wenn du noch nie davon gehört hast, kann es gut sein, dass du RSS verwendest. Die ganze Podcast-Infrastruktur basiert auf RSS. Und auch mein Blog hat ein RSS-Feed.
RSS-Feeds kannst du zum Beispiel mit NetNewsWire in der Mac- und iOS-Umgebung abonnieren. Für deinen Web-Browser gäbe es ein Angebot wie Blogs Are Back.
Falls du selbst noch keinen Blog hast, dann schließe ich mit einer weiteren Empfehlung von Joan Westenberg: Starte einen Blog. Es lohnt sich. Ein Blog bietet dir mehr Gestaltungsmöglichkeiten als sogenannte Social Media Apps. Ein Blog mit einer eigenen Domain gehört dir mehr als jeder Instagram Account. Mit einem Blog kannst du deine eigenen Gedanken entfalten, in die Öffentlichkeit denken, und dadurch mit Menschen kommunizieren, die ähnliche Interessen haben.